Gerüstet für den Tag Tägliche Andachten

Kann aus Nazareth Gutes kommen?

„Und Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh!“ (Johannes 1,46)

Offensichtlich war Nazareth eine verrufene Region, Galiläa an sich war nicht sehr beliebt bei den Juden. Aber warum eigentlich nicht? In Galiläa lebten Juden stark gemischt mit Nichtjuden. Das ist natürlich weniger "rein". [Jesaja 8,23] Doch bleibt nicht im Dunkel das Land, das bedrängt ist. Wie er in der ersten Zeit das Land Sebulon und das Land Naphtali gering machte, so wird er in der Folgezeit zu Ehren bringen den Weg am Meere, jenseits des Jordan, das Galiläa der Heiden. Das "Galiläa der Heiden" war in der tat so gottlos, das die römischen Besatzer sich gerade zu "heimisch" gefühlt haben.

Tatsächlich findet sich in der Bezeichnung "Nazarener" ein Hinweis auf [Jesaja 11,1] Und es wird ein Sproß aus dem Stumpfe Isais hervorgehen und ein Schoß aus seinen Wurzeln hervorbrechen Das hebräische Wort für "Sproß" ist "Nezer". Somit kann man Nazareth übersetzen mit "Sprößlingen". Jesus wird also, wenn er "Nazarener" genannt wird "Sproßlinger" genannt. Jesus ist der Sproß aus David, der Sproß Gottes.