Gerüstet für den Tag Tägliche Andachten

Ein Israelit ohne Falschheit

„Jesus sah den Nathanael auf sich zukommen und spricht von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem keine Falschheit ist!“ (Johannes 1,47)

Jesus sieht den Nathanael, welcher wohl doch gern selbst sehen will, ob der Messias wirklich gefunden wurde. Jesus sieht aber noch mehr als das, er sieht Nathanaels Herz. Er sieht all seine Gedanken, sein ganzes Leben, seine Vergangenheit und sein jetzigen Zustand.

Bevor Jesus also etwas sagt, sieht er erstmal. Auch bei uns ist das so, Jesus sieht uns zuwrst. Erst danach spricht er zu uns. Jesus ist also der Anfang. Was ist das erste was Jesus einem suchenden sagt? Verurteilt er die Sünde? Erklärt er worin Nathanael noch wachsen muss und wie kleingläubig er ist? Nein!

"Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem keine Falschheit ist!" Was für ein Lob oder? Sogar ein sehr besonderes Lob. Nathanael war wirklich ein Israelit, also ein nachkommen Jakobs. Aber Jesus sagte mit Absicht nicht "Nachkomme Jakobs" denn der Name Jakobs deutet ja auf seinen ersten Lebensabschnitt hin, in welchem Jakob gelogen und betrogen hat. Erst, als Jakob wirklich mit Gott ging und nicht mehr zwielichtige Dinge trieb, bekam er den Namen "Israel". Israel bedeutet Gotteskämpfer oder Streiter für Gott. Gott sucht also Streitkräfte.

Nathanael war wirklich auf der Suche nach Gott und hatte keine doppeldeutigen Motive wie die Pharisäer und Schriftgelehrten. Er war ein aufrichtiger "Suchender". Das lobt Jesus.