Alles in seiner Hand
„Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.“ (Johannes 3,35)
Dieser kurze Vers öffnet uns den Blick in das Allerheiligste Gottes, in das ewige Verhältnis zwischen Vater und Sohn. Konservative Ausleger wie Spurgeon haben hier immer wieder betont: Unsere Errettung ruht nicht auf einem wackeligen Fundament, sondern auf der ewigen, unerschütterlichen Liebe Gottes. Zwei fundamentale Wahrheiten schenken uns hier tiefen Trost:
die Quelle von allem ist Liebe. Die Liebe des Vaters zum Sohn ist kein zeitliches Gefühl, sondern ein ewiger Zustand. Bevor die Welt war, liebte der Vater den Sohn. Und das Staunenswerte ist: Weil wir in Christus sind, zieht diese Liebe uns mit hinein. die Allmacht im Dienst der Gnade. Der Vater hat dem Sohn nicht einiges, sondern alles in die Hand gegeben. Spurgeon sagte einmal sinngemäß, dass diese Hand, die einst an das Kreuz genagelt wurde, heute das Zepter des Universums hält. Jedes Atom, jede Krise, jede Träne und auch deine persönliche Zukunft liegen in dieser Hand. Es ist die Hand des Mittlers. Wenn alles in Seiner Hand liegt, dann kann nichts und niemand uns aus dieser Hand reißen.
Unsere Exegese darf nicht der Souveränität Christi ausweichen. Wenn Ihm alles übergeben ist, dann bedeutet das: Er hat das erste und das letzte Wort. Er hat die Vollmacht zu richten, aber er hat vor allem die Vollmacht zu retten. Die Frage, die uns dieser Vers stellt, geht ins Mark: Wenn der Vater dem Sohn alles anvertraut hat, hast du Ihm auch alles anvertraut? Oft versuchen wir, die Kontrolle über Bereiche unseres Lebens zu behalten (unsere Sorgen, unsere Familie, unsere Schuld). Doch das ist Torheit. Wenn der allmächtige Vater dem Sohn das gesamte Universum anvertraut, wie viel mehr können wir Ihm unser kleines Leben überlassen! Seine Hand ist stark genug, um den ganzen Kosmos zu regieren, und sanft genug, deine Wunden zu verbinden. Wir dürfen heute still werden in dem Bewusstsein: Nichts ist unkontrolliert. Die Welt mag ins Wanken geraten, aber die Hand, die dich hält, regiert den Kosmos. Lauschen wir noch diesem Gebet eines treuen Christen: Herr Jesus Christus, ich danke Dir, dass der Vater alles in Deine Hand gelegt hat. Du bist der König der Könige und mein Retter. Ich lege mein Leben, meine Sorgen und meine Zukunft neu in Deine durchbohrten, allmächtigen Hände. Du hast alle Vollmacht, und bei Dir bin ich ewig geborgen. Amen.