Johannes 4,24
Anbetung im Geist
Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in Wahrheit anbeten. Johannes 4,24
Du kannst beten, Bibel lesen, Lieder singen und sonntags im Gottesdienst sitzen, ohne dass dein Herz wirklich bei Gott ist. Gott ist kein einstündiges Event, Gott ist eine Person. Zu einer Person habe ich entweder eine Beziehung oder eben nicht. Wenn Jesus jetzt zu dir in den Alltag hereinkommen würde, würdest du dann sagen: "Hey Jesus, wir kennen uns doch!", oder bist du dir da unsicher? Kennst du Jesus? Kennt Jesus dich? Arbeit, Windeln wechseln, Geduld mit einem schwierigen Kollegen – das ist auch Gottesdienst. Wenn wir nicht mehr an einen Ort gehen müssen, um anzubeten, dann gibt es keinen Ort mehr, an dem wir nicht anbeten können. Im Büro, in der Schule, zuhause, im Garten … und im Straßenverkehr. Eine Anbetung, die sonntags intensiv ist und montags beim Steuerformular oder im Gespräch über Abwesende endet, hat irgendwo eine Schieflage. Du musst für Anbetung nicht erst zur Ruhe kommen oder an einen besonderen Ort gehen. Du kannst in jedem beliebigen Moment des Tages innehalten und dich Gott zuwenden – mitten im Chaos, aber mit einem ehrlichen Herzen. Aber wie macht man sich das mehr bewusst? Wie kann ich meinen Alltag mehr nach Gott ausrichten und ihn anbeten? Hier eine Idee, die ich mal gelesen habe und richtig gut fand: das "Trigger-Gebet" oder "Gib dir selbst einen Denkzettel". Gewöhne dir an, in kurzen Alltagshandlungen zu beten. Einfach Gott dafür zu preisen, wer er ist, oder ihm zu danken. Wann? Beim Händewaschen oder beim Kaffeekochen. Oder wenn du eine Türschwelle überschreitest, ein kurzes: "Herr, bitte/danke, dass du mitgehst, wo ich jetzt hingehe …" Mir hilft es sehr, beim Kaffeekochen zu beten – so oft, wie ich Kaffee koche, bete ich sonst leider selten.
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